Nachdem ich die Ausstellungseröffnung im März 2020 verpasste und anschließend das Stadtmuseum in Dresden fast zwei Monate geschlossen war, hatte ich heute endlich Zeit und Muße, mir die Fotografien von Frank Höhler anzuschauen. Denn seit dem 12.05.2020 ist das Stadtmuseum wieder offen – mit Hygiene- und Wegekonzept.

Masken im Museum

Mit einer Mund und Nasenbedeckung ins Museum zu gehen, ist schon ein besonderes Erlebnis. Kreativ, wie es in einem Museum zu gehen sollte, sind auch die Varianten des Tragens einer Maske. Sie reichen vom Tragen als Armband, über den schon weit verbreiteten Kinnschutz, bis zu einer besonders liebevoll gestalteten Variante, bei der die unteren Bändchen, zu einer Schleife gebunden, unter dem Kinn getragen werden. Wie langweilig sah ich dagegen mit meiner “vorschriftsmäßig” gebundenen Maske aus. Allzu viele Besucher waren an diesem Vormittag noch nicht im Museum, so gab es keine Wartezeiten am Einlass.
Nachdem ich, wie gewohnt zügig, die Stufen in die zweite Etage genommen hatte musste ich feststellen, dass so eine Maske mir ganz schön den Atem nahm. Nach kurzem Verschnaufen betrat ich die Sonderausstellung anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Dresdner Philharmonie.

Porträts von Musikern und Dirigenten

Eine Vielzahl an erstklassischen Schwarz-Weiß Fotografien bekannter weiblicher und männlicher Dirigenten und Musiker begrüßten mich in schlichter Eleganz. Verstärkt wurde mein Eindruck duch den dunklen, glänzenden Fußboden, indem sich die Bilder spiegelten. Alle Musiker-Porträts werden mit einem weißen Passepartout in schlichten hellen Holrzahmen präsentiert.

Fotografiert hat Frank Höhler diese Porträt-Aufnahmen während der Proben, denn nur da ergab sich für ihn die Möglichkeit der Annäherung. Auf diese Weise konnte er ganz persönliche und individuelle Momente bei der Arbeit der Musiker und Dirigenten im Bild festhalten.
Frank Höhler Jahrgang 1955 begann 1988 für die Dresdner Philharmonie zu fotografieren. Bis dahin war er als Fotograf im Staatlichen Museum für Tierkunde Dresden tätig. Er begleitete das Orchester über 20 Jahre bis 2010 als Fotograf. In dieser Zeit baute er eine enge Verbindung zum Orchester und zu seinen Mitgliedern auf. Durch diese Nähe gelangen ihm besonders intensive Porträtfotografien von Mitgliedern, Dirigenten und Gästen des Orchesters.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der SLUB Dresden/Deutsche Fotothek und der Dresdner Philharmonie. Für mich eine sehr sehenswerte und gut kuratierte Fotoausstellung im Stadtmuseum Dresden. Zu sehen voraussichtlich noch bis 05. Juli 2020.

Stadtmuseum Dresden

Wilsdruffer Straße 2
(Eingang Landhausstraße)
01067 Dresden

Öffnungszeiten / opening hours

Di bis So, Feiertage 10 bis 18 Uhr
/ 10 a.m. – 6 p.m.
Fr 10 bis 19 Uhr / 10 a.m. – 7 p.m.
Mo geschlossen / closed on Monday