Cyanotypien von Antka Hofmann

Fotoausstellung in der Galerie Adlergasse im riesa efau Dresden

Diese sehr empfehlenswerte Ausstellung von ganz speziellen fotografischen Arbeiten, den Cyanotypien und Sporotypien, die Antka Hofmann geschaffen hat, möchte ich Euch unbedingt ans Herz legen. Ihre großformatigen (bis 145×240 m) Werke erinnern an Fotogramme im Blaudruckverfahren. Ihre Motive findet sie in der Natur oder einfach bei der Gartenarbeit (Kartoffel 1 + 2 aus der Serie Ernte).

Cyanotypien von Antka Hofmann

Um ihre Arbeiten zu realisieren, betreibt sie einen immensen Aufwand. Zuerst besprüht sie unterschiedliche Stoffe mit einer lichtempfindlichen Emulsion aus Eisensalzen natürlich „in einer dunklen Kammer“. Anschließend verpackt Antka Hofman das Trägermaterial lichtdicht und nimmt es bei passender Gelegenheit mit hinaus in die Natur. Dort muss es schnell gehen. Die lichtempfindliche Baumwolle oder der Damast werden ausgebreitet, das gewünschte Motiv wird arrangiert und das ganze für längere Zeit dem UV-Licht der Sonne ausgesetzt.

Bereits durch diese Belichtung entsteht ein wasserunlöslicher blauer Farbkomplex, auch „Berliner Blau“ genannt. Das unbelichtete gelbe Salz ist wasserlöslich und kann später einfach ausgewaschen werden.
Deshalb muss Antka Hofmann ihre belichteten Trägermaterialien jetzt wieder einpacken und darauf achten, dass keine unerwünschten „Nachbelichtungen“ erfolgen. Nun muss die Baumwolle oder der Damast unter fließendem Wasser ausgiebig gewässert werden. Zum Schluss werden die Kunstwerke natürlich noch getrocknet, aufgezogen oder gerahmt.

Sporotypien von Antka Hofmann

Soweit ein grober Einblick in die Entstehung einer Cyanotypie.
In unserem Gespräch erzählt Antka Hofmann mir auch noch, dass sie nie ganz genau weiß wie ihre Arbeit am Ende aussieht, da braucht nur mal ein Wind während der Belichtung unter freiem Himmel aufkommen. 😉

Um so beeindruckender finde ich ihre Werke, die aktuell in der Galerie Adlergasse im riesa efau ausgestellt sind. Ergänzt werden die Cyanotypien von kleinformatigeren Sporotypien, die Pilzmotive auf Transparentpapier und Büttenpapier zeigen. Die interessanten „Fotogramme“ lassen Pilze im ganz neuen Licht erscheinen.

Andrea Hilger eröffnet Austellung von Antka Hofmann
Die einführenden Worte zu heutigen Ausstellungseröffnung kamen von Andrea Hilger, Künstlerische Leiterin der OSTRALE und die Musik stammte von Winterberg.
Vielleicht konnte ich Euch neugierig auf die, meiner Meinung nach, sehenswerten Arbeiten von Antka Hofmann machen. Schaut gern in der nächsten Zeit im riesa efau in der Dresdner Friedrichstadt vorbei. Im übrigen sind ihre Cyanotypien & Sporotypien auch käuflich. 🙂

Ausstellungsdauer: 21.05. – 06.07.2018
Öffnungszeiten: Mo – Fr 10-13 und 16 – 20 Uhr
Anschrift: riesa efau, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden
Tel. 0351 866 02 11
E-Mail: galerie@riesa-efau
Internet: www.riesa-efau.de